MARKTRÜCKBLICK

- für den Zeitraum vom 06.02.2012 – 10.02.2012 -

(Erstellt am 14.02.2012)

Gewinnmitnahmen in einer insgesamt ereignisarmen Woche

Viele Marktteilnehmer nutzten die relativ ereignisarme Handelswoche zur Mitnahme der seit Jahresbeginn aufgelaufenen Gewinne, wodurch sich die Aktienmärkte insgesamt leicht negativ entwickelten. Auch weitere Diskussionenum das Thema Griechenland vermochten die insgesamt robuste Entwicklung des Aktienmarktes nicht nachhaltig zu beeinträchtigen.

Hinsichtlich konjunktureller Indikatoren enttäuschte im Dezember die Entwicklung der Industrieproduktion in Deutschland. Diese ging gegenüber dem Vormonat um 2,9 Prozent zurück, was deutlich unterhalb der Erwartungen der Analysten lag. In den USA zeigt sich der Arbeitsmarkt weiterhin relativ robust. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gaben weiter nach und liegen nun nur noch bei 358.000 Personen. Etwas schwächer hingegen die Entwicklung des Konsumentenvertrauens. Dieses gab leicht auf 72,5 Punkte nach, womit der Rückgang stärker ausfiel als erwartet. Veröffentlicht wurde auch die Entwicklung der chinesischen Konsumentenpreise im Januar. Hier lag die Inflation bei 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, was einen Zuwachs gegenüber dem Vormonatswert darstellt. Erwartet worden war stattdessen ein Rückgang. Damit bleibt der Spielraum der chinesischen Regierung für Maßnahmen zur Unterstützung des Wirtschaftswachstums vorerst begrenzt.

Der Ölpreis legte um etwa fünf Dollar auf nunmehr 117,41 US-Dollar je Barrel zu. Währungsseitig konnte der Euro sowohl gegenüber dem US-Dollar als auch dem japanischen Yen zulegen. Gegenüber dem Dollar betrug der Zuwachs 0,51 Prozent, gegenüber dem Yen lag das Plus mit 1,86 Prozent deutlich darüber.

In diesem Umfeld entwickelte sich der japanische Aktienmarkt, gefolgt von den USA und Europa, am besten. Bis auf den japanischen Markt mussten alle Märkte Verluste in Kauf nehmen. Die Industriestaaten entwickelten sich stärker als die Schwellenmärkte, wobei der deutsche Aktienmarkt innerhalb Europas leicht überdurchschnittlich abschnitt. Innerhalb der Schwellenländer wies China eine Outperformance auf. Sektorseitig entwickelten sich in den USA die Bereiche IT, Konsum und Energie überdurchschnittlich. Eine unterdurchschnittliche Entwicklung wiesen die Sektoren Rohstoffe, Finanzen und Gesundheit auf. Zu den Outperformern in Europagehörten die Sektoren Energie, Gesundheit und IT. Zu den Underperformern des „alten Kontinents“ zählten Rohstoffe, Finanzen und Industrie. Während in den USA kleinkapitalisierte Werte (Small Caps) schwächer abschnitten als großkapitalisierte Titel (Large Caps), gehörten Small Caps in Europa zu den Outperformern. Hinsichtlich der Investmentstile „Value“ und „Growth“ gab es keine regionalen Unterschiede. Sowohl in den USA als auch in Europa performten Growth-Titel etwas besser.

Im Rentenbereich entwickelten sich Euro-Staatsanleihen in Summe unverändert. Deutsche Staatsanleihen wiesen allerdings Verluste auf. Auf Grund attraktiver Risikoaufschläge und der Suche der Investoren nach Rendite konnten Unternehmensanleihen und Hochzinsanleihen zulegen.

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